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Warum ich „sinnvoller lernen“ gegründet habe
06.07.2026

Kinder mit Legasthenie oder Dyskalkulie hören oft, dass sie einfach mehr üben müssen. Doch mehr Übung ist nicht immer die Lösung – oft braucht es passendere Methoden, mehr Verständnis und eine andere Art zu lernen. In diesem Beitrag erzähle ich, warum ich sinnvoller lernen gegründet habe, was der Name für mich bedeutet und warum mir Hilfe zur Selbsthilfe für Eltern und Kinder besonders wichtig ist.

5 Minuten

Warum ich „sinnvoller lernen“ gegründet habe

Warum ich „sinnvoller lernen“ gegründet habe

Kinder mit Legasthenie oder Dyskalkulie hören oft einen Satz besonders häufig:

„Du musst einfach mehr üben.“

Doch genau das ist oft nicht die Lösung. Viele Kinder üben bereits sehr viel – und machen trotzdem immer wieder dieselben Fehler. Das führt zu Frust, Unsicherheit und manchmal auch dazu, dass Kinder das Vertrauen in sich selbst verlieren.

Denn nicht immer braucht es mehr Übung. Oft braucht es eine andere Art zu üben .

Genau aus diesem Gedanken heraus ist sinnvoller lernen entstanden.

Wenn das eigene Kind betroffen ist

Als bei meinem Sohn Legasthenie diagnostiziert wurde, begann für uns die Suche nach der passenden Unterstützung.

In der Schule gab es zwar ein Förderangebot in der Gruppe. Doch Legasthenie ist sehr individuell. Jedes Kind hat andere Stärken, andere Schwierigkeiten und andere Bereiche, die gezielt gefördert werden sollten. In einer Gruppe ist es oft schwierig, wirklich auf jedes Kind einzugehen.

Dazu kam, dass mein Sohn sehr sportlich aktiv ist. Regelmäßiges Training und Wettkämpfe waren für ihn wichtig – nicht nur als Hobby, sondern auch für sein Selbstvertrauen. Ein zusätzliches Gruppenangebot hätte bedeutet, dass er nicht mehr regelmäßig am Sport teilnehmen kann. TrainerInnen in der Umgebung hatten keine freien Kapazitäten.

Also suchte ich nach einer flexibleren Lösung.

Ein Online-Angebot war zwar zeitlich passend, bestand aber hauptsächlich aus kurzen Grammatik- und Rechtschreibübungen. Für mich war schnell klar: Legasthenietraining ist mehr als das.

Es geht nicht nur darum, Fehler zu korrigieren. Es geht darum, zu verstehen, warum bestimmte Fehler entstehen – und genau dort gezielt anzusetzen.

Deshalb absolvierte ich die entsprechenden Ausbildungen und gründete sinnvoller lernen.

Warum „sinnvoller lernen“?

Der Name bedeutet für mich sehr viel.

Kinder mit Legasthenie oder Dyskalkulie brauchen nicht einfach mehr Druck. Sie brauchen Methoden, die zu ihnen passen.

Sinnvoller lernen bedeutet für mich:

anders üben, gezielter üben, spielerischer üben, mit mehr Verständnis üben.

Es geht darum, Kindern wieder Sicherheit und Selbstvertrauen zu geben.

Gleichzeitig kann man den Namen auch als Wortspiel verstehen: sinnvoll erlernen - sinnvoll erlernen.

Kinder und Jugendliche können sinnvoll erlernen, mit Legasthenie oder Dyskalkulie umzugehen. Eltern können sinnvoll erlernen, ihr Kind besser zu begleiten. Und gemeinsam kann Lernen wieder leichter werden.

Außerdem steckt im Namen auch der Gedanke der Sinne: Im Legasthenie- und Dyskalkulietraining spielen Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Sinnesfunktionen eine wichtige Rolle.

Hilfe zur Selbsthilfe

Ein zentraler Gedanke meiner Arbeit ist die Hilfe zur Selbsthilfe .

Ich möchte Eltern nicht das Gefühl geben, dass nur eine Trainerin ihrem Kind helfen kann. Eltern sind im Alltag die wichtigsten Begleiter ihres Kindes. Deshalb ist es so wertvoll, wenn sie verstehen, wie sie sinnvoll unterstützen können.

Viele Eltern möchten helfen, wissen aber nicht genau wie. Dann wird aus gut gemeinter Unterstützung schnell Stress – für das Kind und für die Eltern.

Bei sinnvoller lernen geht es deshalb darum, Eltern einfache, verständliche und alltagstaugliche Möglichkeiten zu zeigen. Kleine Übungen, klare Anleitungen und ein besseres Verständnis können viel bewirken – ohne ständigen Druck.

Flexibel üben – passend zum Familienalltag

Gerade Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren haben oft einen vollen Alltag: Schule, Hausaufgaben, Sport, Hobbys, Freunde und Familie.

Förderung sollte deshalb nicht bedeuten, dass alles andere wegfallen muss.

Deshalb gibt es bei sinnvoller lernen auch ein flexibles Angebot. Dabei findet einmal pro Monat ein Training statt – online oder bei einem Hausbesuch. In dieser Einheit schauen wir gemeinsam, wo das Kind steht, welche Fortschritte es gemacht hat und was weiter geübt werden sollte.

Für den restlichen Monat erhalten die Eltern passende Übungsblätter und Anleitungen. Bei Fragen können sie sich jederzeit per E-Mail oder telefonisch melden.

Dieses Modell eignet sich besonders für Familien, die maximale Flexibilität brauchen – zum Beispiel, weil das Kind regelmäßig Sporttraining hat oder an Wettkämpfen teilnimmt.

Mein Ziel

Legasthenie und Dyskalkulie verschwinden nicht einfach nach ein paar Wochen. Kinder können aber lernen, besser damit umzugehen. Sie können Strategien entwickeln, sicherer werden und wieder Vertrauen in ihre Fähigkeiten gewinnen.

Genau dabei möchte ich sie begleiten.

Mit sinnvoller lernen möchte ich Kindern zeigen:

Du bist nicht dumm. Du bist nicht faul. Du brauchst nicht einfach nur mehr Übung. Du brauchst die passende Unterstützung.

Und Eltern möchte ich zeigen:

Sie können Ihr Kind begleiten. Mit Verständnis. Mit Geduld. Und mit sinnvollen Übungen.

Denn der Lernaufwand soll nicht mehr werden. Lernen darf sinnvoller werden.

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